Empfohlene Ernährungsformen bei Lipödem

 

Es ist kein Geheimnis, dass unsere Gesundheit maßgeblich von unserer Ernährung beeinflusst wird. Wenn man an einer chronischen Erkrankung wie einem Lipödem leidet, gewinnt die tägliche Ernährung eine noch größere Bedeutung im Alltag der Betroffenen. Sie kann nämlich einen erheblichen Einfluss auf die Symptome haben, sei es positiv oder negativ.

Hier erfährst du, welche Ernährungsformen bei Lipödem empfohlen werden.

Grundlegendes

  1. Isoglykämische Ernährung: Ein hoher Insulinspiegel kann die Bildung von Fettdepots fördern und die Ödembildung durch Insulinresistenz verstärken. Daher ist eine Ernährungsweise empfehlenswert, die Insulin- und Blutzuckerspitzen vermeidet.
  2. Entzündungshemmende Lebensmittel: Lipödem geht mit Entzündungsprozessen im Fettgewebe einher. Lipödem geht mit Entzündungsprozessen im Fettgewebe einher. Daher ist der Verzehr von entzündungshemmenden Lebensmittel ratsam. Lebensmittel mit antioxidativen Eigenschaften können ebenfalls hilfreich sein, da sie den Stoffwechsel positiv beeinflussen.
  3. Pausen zwischen den Mahlzeiten: Längere Pausen zwischen den Mahlzeiten haben einen entzündungshemmenden Effekt und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Dies kann sich positiv auf die Beschwerden auswirken und Insulinschwankungen reduzieren.
  4. Keine Crash-Diäten: Radikale Crash-Diäten setzen den Körper unter Stress und führen oft zu einer Zunahme von Fettdepots nach der Diät. Eine langfristige Ernährungsumstellung ist der sinnvollere Weg, um den Symptomen des Lipödems durch Ernährung entgegenzuwirken.

1. Niedrig-glykämische (isoglykämische) Ernährung:

Die isoglykämische Ernährung basiert auf dem glykämischen Index (GI), der angibt, wie stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Lebensmittel mit niedrigem und mittlerem GI sind empfehlenswert, da sie den Blutzuckerspiegel stabil halten und Insulinausschüttungen reduzieren. Dies wirkt sich positiv auf Beschwerden und das allgemeine Wohlbefinden aus.

lipödem-glykämische-Ernährung

2. Ketogene Ernährung:

Die ketogene Ernährung ist eine spezielle Form der Low-Carb-Diät, bei der wenige Kohlenhydrate, aber viele gesunde Fette konsumiert werden. Diese Ernährungsweise zielt darauf ab, den Körper in den Zustand der Ketose zu versetzen, in dem er Fett als Hauptenergiequelle nutzt. Dies trägt zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels bei und kann bei Lipödem empfohlen werden. Die Diät sollte jedoch an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

lipödem-ketogene-ernährung

3. Mediterrane Ernährung:

Die mediterrane Ernährung basiert auf frischem Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Fisch, hellem Fleisch, Eiern, Nüssen und Olivenöl. Sie hat viele positive Auswirkungen auf den Körper, darunter die Entzündungshemmung, verbesserte Cholesterinwerte und Insulinreaktion. Eine mediterrane Ernährung kann bei Lipödem helfen, indem sie den Blutzuckerspiegel stabilisiert und Blutzuckerschwankungen minimiert.

4. Intermittierendes Fasten:

Das intermittierende Fasten, bei dem es bestimmte Essens- und Fastenphasen gibt, kann den Körper entlasten, die Insulinsensitivität verbessern und entzündungshemmend wirken. Es ist eine effektive Methode zur Gewichtsreduktion und kann bei Lipödem unterstützend eingesetzt werden. Die Essenspausen zwischen den Mahlzeiten sollten auch dann beibehalten werden, wenn du dich nicht für das Intervallfasten entscheidest, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

lipödem-intermittierendes Fasten

Denk daran, die richtige Ernährungsform für dich zu wählen und dich ausgewogen zu ernähren. Es soll ja schließlich auch schmecken und dir langfristig helfen.

Lasse dich in unserem Rezeptbuch in der LipoCheck App inspirieren. Dort findest du leckere und gesunde Gerichte nach deinem Geschmack.